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Allgemeines, Zitate

Der Mensch, das Raubtier und der Esel

Sir Winston Churchill am 05. Juni 1943

Quelle: This is photograph No. HU 55521 from the Imperial War Museums collections.

Sir Winston Churchill, ein englischer Politiker der von 1874 bis 1965 lebte und vielen aus dem Geschichtsunterricht bekannt sein sollte, schrieb einst das folgende Zitat:

Uns zivilisierten Menschen ist es zwar gelungen, das Raubtier in uns auszuschalten, nicht aber den Esel.

Als mir dieses Zitat neulich von einem der Büroüblichen Abreisskalender entgegenlächelte, konnte ich nicht anders: ich mußte es in meinem flüchtigen Zwischenspeicher (andere sprechen da von Gehirn) ablegen.

Der Mensch hat es über die vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte geschafft immer „zivilisierter“ zu werden. Kriege werden in unseren Breitengraden seltener… Meinungsverschiedenheiten werden „demokratisch“ gelöst und nur ab und zu kommt es z. B. hierzulande mal bei einem Castor-Transport oder „kleineren“ Demonstrationen (wie z. B. gegen Stuttgart21) zu geringfügigen Scharmützeln zwischen Demonstranten und der Staatsmacht. Alles in Allem hat sich der Mensch doch gut im Griff…

Ok, ok… in manchen südlicheren Gefilden ging es in den letzten Jahren erst so richtig hoch her. Umstürze, Revolutionen und Staatspleiten gab es aber auch früher und heutzutage werden diese, meiner Meinung nach, nur so aufgeputscht weil das Multimediale Zeitalter die Verbreitung und erneute Aufwärmung über einen längeren Zeitraum erst möglich macht.

Festzuhalten ist: der (zivilisierte) Mensch hat sein Raubtier gut im Griff und läßt es nur ab und zu mal recht dosiert raus. Zeit, um sich mal dem letzten Teil des Zitats anzusehen…

Manchmal sagt ein (Spiegel-)Bild mehr wie 1.000 Worte... 😉

Wer oder was ist denn nun ein Esel? Ein Esel ist zum Einen der Name eines Tieres aus der Familie der Pferde… ein recht putziger Vertreter seiner Art der als Lastentier wie auch zur Kinderbelustigung eingesetzt werden kann. Zum Anderen ist ein Esel der allseits bekannte „Trottel“ der etwas dummes getan hat. Sei es im Zwischenmenschlichen, auf der Arbeit, oder überall dort, wo man sonst noch so in ein Fettnäpfchen stiefeln kann.

Ich mag jetzt hier nicht über den tieferen poetischen Sinn dieses Zitats referieren… geschweige denn einen Seelen-Striptease hinlegen… ich möchte nur eins loswerden: der Esel steckt in jedem von uns! Der Eine hat ihn im Griff und schafft es stets ihn im verborgenen zu halten… der Andere läßt ihn ab und zu mal raus (gewollt oder ungewollt).

Schließen möchte ich das Ganze mit einem Zitat aus einem der Bücher, dass zu Recht ein Bestseller ist:

Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. (Johannes 8:7)

Wenn Ihr ab und zu mal einen Esel vor euch stehen habt… dann streichelt ihn sanft zwischen seinen Ohren, entlockt ihm ein niedliches „I-aaaaaaaah“ und macht euch dabei klar, dass auch euch dieses Schicksal ereilen kann.

Die Esel, wenn sie unter sich sind und sich ausschimpfen wollen, so schimpfen sie sich Mensch. (Heinrich Heine)

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